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Die Sprache der Vorstellungskraft

Rita Sabo ist in verschiedenen Ländern aufgewachsen, immer umgeben von fremden Kulturen und Sprachen. Diese Zeit prägte sie, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Kommunikation. Symbole sind nicht nur eine uralte Methode verschiedener Zivilisationen, Hochkulturen und Epochen, um Informationen auf persönliche und doch universelle Weise zu übermitteln.

 

Auf Basis von Symbolen und des Dialogs mit dem Unterbewusstsein nähert sich Sabo mit ihren Werken Themen der Metaphysik. Geprägt von philosophischen, psychologischen und interkulturellen Theorien, behandelt sie multidimensionale Konstrukte rund um Zeit oder die harmonische Verbindung männlicher und weiblicher Energien. Letzteres betrachtet sie angelehnt an Jungs Theorie von Anima und Animus, der unbewussten weiblichen Seite eines Mannes bzw. die unbewusste männliche Seite einer Frau. Diese Elemente in Rita Sabos Werken konkurrieren nicht miteinander, sondern bilden einen Rhythmus, der nonverbal über Raum und Zeit hinweg kommuniziert. Aus der Vergangenheit ins Hier und Jetzt, und in die Zukunft transzendiert.

 

Hypnotische, repetitive Muster in Sabos Werken ziehen das Bewusstsein an und geben dem Unterbewussten Raum, auf einer tieferen mentalen und emotionalen Ebene einzutauchen. Kaleidoskopisch, ermutigt und hyperpigmentiert; gleichzeitig jedoch geordnet und unendlich. Die Wiederholung von Farben, Symbolen und Formen ermöglicht es, Sabos Werke nicht nur mit dem Auge zu sehen, sondern in ihrer Vielschichtigkeit zu fühlen.  

 

Sabos Arbeit geht über die Leinwand hinaus in den Bereich der Skulpturen, wo ihre Serie „Sacred Planet“ die sakrale Geometrie des Kosmos verkörpert. Anhand dieser Formen erforscht die Künstlerin weiterhin das empfindliche Gleichgewicht zwischen Spontaneität und Struktur und enthüllt eine tiefere Wahrheit, die sich Schicht für Schicht, Symbol um Symbol aus dem Unterbewusstsein löst.